Die Zeit

Gedanken zur Zeit

Was ist Zeit?

Einfache Frage – schwierige Antwort. Wenn wir mal die überregionale deutsche Wochenzeitung (DIE ZEIT) aus unserer Definition rauslassen, könnten wir doch mal Wikipedia fragen: Die Zeit ist eine physikalische Größenart. Das Formelzeichen der Zeit ist t, ihre SI-Einheit ist die Sekunde s.

Diese Formulierung klingt wiederum ziemlich kalt und abweisend.  Das soll schon alles gewesen sein? Was bedeutet das?  Wie verläuft Zeit? Kann sie vergehen? Kann sie aufblühen?

Grundsätzlich gibt es ja, philosophisch gesehen, zwei Konzepte von Zeit-                   Zeit im Sinne von linearer Abfolge von Dingen (auf unserem westlichen Zeitstrahl von links nach rechts verlaufend) oder zyklische Zeit (bspw. im Budhismus, Hinduismus etc.). Während Geschichtsbücher bei uns meistens eher im ersten Stil geschrieben sind (753 Rom schlüpft aus dem Ei-> 333 Bei Isssos Keilerei->476 Rom ist wieder weg) wird dies in Fernost eher anders betrachtet. Das kann natürlich neue Perspektiven eröffnen, wenn Sunzis Kunst des Krieges für heutige Manager z.B. eine neue Bedeutung gewinnt. Diese im Westen eher ungewöhnliche Idee zyklischer Zeit ist eigentlich gar nicht so abwegig, denn viele zeitliche Verläufe sind  ja zumindest annähernd zyklisch: Temperaturschwankungen (lange Zeiträume), Marktschwankungen (Kondratjew-Zyklen), Wechsel der Ausrichtung des Erdmagnetfelds (300.000-500.000 Jahre). Noch offensichtlicher wird es bei kosmischen Ereignissen: Die Umdrehung der Erde um ihre Drehachse [24 h] , ihre Präzession [25.700 Jahre], der Vorbeigang des Kometen Halley an der Erde [76 Jahre]. Auch die Umrundung der Sonne [365,24 Tage] mit den Jahreszeiten, die des Mondes um die Erde [siderische Rotation  27,3 Tage] und die dadurch verursachten Gezeiten, die Bewegung der Sonne um das Zentrum der Milchstraße [ca. 220,000,000 Jahre] und die elfjährige Häufung von Sonnenflecken gehören da dazu. Ein anderes, biologisches Beispiel, ist der durch Hormone (Östradiol, Progesteron etc.) gesteuerte Fruchtbarkeitszyklus bei der Frau, und z.B. die Trächtigkeitszyklen bei verschiedenen Tieren.

Dies steht aber natürlich auch der christlich/jüdische Tradition entgegen, die von der Schöpfung der Welt (Genesis) bis zu ihrer Endzeit erzählt (Offenbarung des Johannes). Und wer hat jetzt recht? Die moderne Wissenschaft geht derzeit eher von der linearen Zeit aus, weil der thermodynamische Zeitpfeil (außer in schwarzen Löchern vielleicht, aber wahrscheinlich selbst da nicht) nicht umkehrbar ist.

Wann hat Zeit angefangen?

Mit dem Urknall. Erstaunlicherweise quantisiert Zeit bei sehr, sehr kurzen Abständen, das bedeutet sie läuft in diskreten Sprüngen ab. Das ist so ähnlich wie bei dem Schalen (oder besser Orbitalmodell) der Atome mit verschiedenen konkreten Energieniveaus. Es ist übrigens nicht ausgeschlossen, dass Zeit (kurzfristig) nicht auch mal rückwärts laufen könnte. Quantenphysik ist ein sehr komisches Fachgebiet. Warum die Zeit mit dem Urknall angefangen hat (und der Raum auch), kann dadurch natürlich nicht erklärt werden. Man geht eben davon aus, dass da eine Singularität herrschte (das ist wie 1/0=? es gibt ein Kuchen, aber keinen um ihn zu essen. Wie viel bekommt jeder?).

Was ist die kürzeste Zeitspanne?  

Ein Wimpernschlag, ein Augenblick, das ist doch kurz, oder? Ein Foto, ein Blitz? Weit gefehlt! Das kürzeste Zeitintervall in unserem Verständnis ist nämlich die Planck-Zeit. Sie ergibt sich aus der Zeit, die Licht benötigt, um eine Planck-Länge (die kurzmöglichste Strecke) zurückzulegen. Sie ist so ungefähr 0,000000000000000000000000000000000000000000054 s lang bzw. kurz.

Wann hört sie wieder auf?

Hab ne Idee dazu, die kommt aber wo anders hin 😛

Was ist ein Wurmloch?

Eigentlich ist das Konzept eines Wurmloches gar nicht so schwer zu erklären. Ein Wurm sitzt auf einem Apfel und möchte auf die andere Seite. Was macht er da?

Er kriecht entweder über die Apfeloberfläche oder er frisst ein Loch durch und nimmt quasi den inneren Weg. Auf dem ist er schneller, weil der Weg kürzer ist.

Die zweidimensionale Oberfläche des Apfels, die ja gewölbt ist, wir damit dreidimensional. Das hat einen Einfluss auf die vierte Dimension: Die Zeit. Ein Wurmloch ist also eine höherdimensionale Abkürzung durch die Zeit.

Danke für das Zeitnehmen für das Durchlesen diese Artikels 🙂

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2 Gedanken zu “Die Zeit

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