Universum

P1070496

Geschichte einer blauen Murmel,

Sie rollt Milliarden Jahre lang,

Bereits ihre starre Bahn im All entlang,

Leises Grummeln, vertrautes Murmeln,

Hört man, lauscht man ihr mal dann.

Sie folgt nüchtern ihren Wegen, ohne Ausflüchte,

Durch Dunkelheit, durch die eisige Wüste.

Unbewegt von Vulkanausbrüchen und Erdbeben,

Wir existierten nicht, wenn nicht ihretwegen,

Könnten nicht erst leben und lesen das eben,

Wenn sie uns nicht durch die große Leere führte.

Sie ist von der Sonne gefesselt,

Doch wäre sie der Sonne am nächsten.

Brennten wir alle lichterloh,

Wären wir weiter weg womöglich,

Wären nicht nur alle Dichter tot.

Es wäre mehr Energie nötig,

Also, auf das Glück einen Toast!

Anfangs war hier zwar wirklich die Hölle los,

Doch keiner nahm Notiz vom Show-Angebot

Langsam wurde daraufhin belebtes Leben groß.

Angefangen mit ein bisschen Öl im Urmeer,

Wurde es dann immer nur mehr und mehr.

Durch Blitze entstanden dann, zick- zack!

Aminosäuren unter anderem aus Ammoniak,

Das haben Müller und Urey gut nachgemacht,

Doch dann wurde die Sache vertrackt.

Und jetzt sind wir hier, kennen unseren Platz

nicht recht zunächst, als Darwin ihn uns sagte,

antwortete man: Das ist nicht gerecht!

Affen und Menschen stammen aus

demselben Geschlecht?

Aber wir sind uns unserer selbst bewusst.

Vielleicht ist das ja das Problem:

Wir Menschen sind zu selbstbewusst.

Wir streben hier unten nach so viel,

In unserer Philosophie auf dieser Erden,

Und bleiben dennoch alle mesophil,

Das wird auch niemals anders werden.

Weil wir keine Extreme vertragen,

Schlagen diese uns doch auf den Magen.

pH von 3, mit uns ist es aus und vorbei,

Von Sauerstoff sind wir auch nicht frei.

Ist es kalt, zerspringt unser rotes Blut,

Lodernde Feuersglut tut uns auch nicht gut.

Genauso führt Trockenheit zu großem Leid.

Weil keiner ohne Wasser zu überleben weiß.

Also alles in allem zusammengefasst,

Wenig ist es, was der Mensch schafft.

Wir sind vollkommen unbedeutend,

Es sind Sterne, die da oben leuchten.

Und wenn wir die Natur hier meucheln?

Wenn können wir da noch enttäuschen?

Schaufeln uns doch nur unser eigenes Grab,

Politiker ratifizieren einen Bestattungsvertrag,

Darum tragen sie zu hohen Anlässen schwarz,

Das ist die Wahrheit, die Wahrheit ist hart.

Wenn du das zu verstehen versuchst

Weißt du, warum ist Demut gesucht.

Warum wir Respekt zollen sollten,

Den Sterne und Planeten. Sie folgen

Ihren Lauf auch die nächsten Jahrmillionen,

Wenn wir längst wieder zu Staub zerfallen,

Dem Tod mit Haut und Haaren verfallen,

Und doch soll sich das Leben lohnen.

Wir haben diesen Drang zum Infiniten,

Jahre kommen, Jahre gehen, Krisen

auch, drehen wir uns im Kreis herum?

Es tut mir leid, weiß nicht Bescheid,

Vielleicht hilft ja eine Art Reinigung,

Nennen wir sie einfach mal Katharsis,

Vielleicht hilft sie, weil Blut warm ist.

Und der Rest des Universums dehnt sich wie eine Seifenblase,

die fast leer im Inneren.

Kann sie auch verschwinden, zerspringen oder zerplatzen?

Fragen, die uns keine Antworten erbringen.

Irgendwann wird wahrscheinlich nur noch Energie Raum und Zeit durchstreifen,

Das Nirwana ein ganz neues Level erreichen, das sagen uns die Weisen unserer

Zeit.

Vielleicht ist die Prognose falsch, vielleicht ist sie schlecht.

Denk dir selber was aus, vielleicht hast du recht

Advertisements

2 Gedanken zu “Universum

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s