1/26: U

Empfunden
Zersprungen
Verschwunden

Hier im Dunkeln
Engelszungen
Meereslunge

Oben und unten
Zerstobene Funken
Tobende Punkte

Torkeln trunken
Umher

Warum U?
U ist dunkel munkelnd, unheimlich, unglaublich umfassend, unten, ultra, genug, Trug, Lug,
diffus, Gruß
Italia del Sud

Wunderbar,
Weiblich,
Weich

Fantastische Welt

Die Welt ist hier wirklich fantastisch
Solange du kein verwirrter Fantast bist/ Ansonsten siehst du nur diese Schatten, die sich hier überall zu schaffen machen/ Gedanken überfrachten/ Hörst du das auch?
Es ist kein Windhauch, keine raschelndes Herbstlaub, es ist Erlkönigs Lachen/ Bleib mir weg mit den Fakten/ Hörst du das Kratzen, das Schnappen und das Zähnefletschen/ Hörst du ihn denn nicht seine scharfen Krallen wetzen? Hörst du nicht seine Stimme, durchdringend ganz und ganz/ Puh, nur ein Traum, die Stimme war Markus Lanz

Doch das Fazit der Geschichte ist nicht ganz so offensichtlich
Denn obwohl die Welt immer mehr rational wirkt, ist da etwas in mir, ist da etwas in dir, etwas in uns, Genuß und Grusel gegen jede Art von Vernunft, am Abgrund, Genie und Wahnsinn – Kunst

Kleine Politik-Kunde (III)

Was gibt es für Herrschaftformen? 

Hier noch mal ein paar extra Regierungsformen:

Aristokratie (Herrschaft der ‚Besten‘); meistens Herrschaft des Adels, manchmal auch die Herrschaft der Patrizier oder einer Priesterkaste oder eines Senats (Römisches Reich). Die Aristokratie bei Platon ist die am Gemeinwohl orientierte idealtypische Herrschaft der Besten. Diese Idee wurde zunächst von seinem Schüler Aristoteles und später vom griechischen Historiker Polybios weiterentwickelt. Gegenteil ist die Kakistokratie: „Herrschaft der Schlechtesten“

Sie kann zu einer  Meritokratie (lat.: meritum, das Verdienst und griech.: κρατεῖν, kratein herrschen) entwickelt werden, das ist eine Herrschaftsordnung, bei der die Amtsträger (Herrscher) aufgrund einer sogenannten oder als solcher definierten „Leistung“ bzw. „besonderer Verdienste“ ausgewählt werden. Im Idealfall nimmt jedes Mitglied der Gesellschaft eine „verdiente“ Position ein. Nachteile sind u.a. das sogenannte Peter-Prinzip. Gegenteil davon ist Egalitarismus (der wiederum zur Akephalie führt), weil eben NICHT alle gleichberechtigt sind/sein sollen.  Es gibt keine meritokratische Gesellschaft, aber welche mit meritokratischen Elementen. Bsp: Konfuzius wollte Leute nach Eignung und nicht nach Abstammung aussuchen; In China gab es die ‚‚Beamtenprüfung‘‘; ähnlich war es auch oft bei der Herrschaft von Kriegsherren wie Dschingis Khan und Napoleon. Modernes Beispiel ist Singapur. SINGAPUR – DEMOKRATIE Du hast zwei Kühe. Wegen Tierhaltung in deiner Wohnung wird dir ein Bußgeld auferlegt.

Eine weitere Form der Herrschaft der Besten ist die, bei der die Besten nach dem größten Vermögen ausgesucht werden, die sogenannte Plutokratie (Unterform der Oligarchie) oder Timokratie (Geldaristokratie). Diese herrschte zu Solons Zeiten. Das Gegenteil dazu ist die Ptochokratie (Herrschaft der Armen). Platon sprach in seiner Politeia von der Timokratie als erste von vier Verfallsformen der Aristokratie (vor Oligarchie, Demokratie und Tyrannis). Dagegen setzte Aristoteles in der Nikomachischen Ethik die Timokratie mit der Politie gleich und beschrieb sie als eine der tugendhaften Staatsformen (neben Monarchie und Aristokratie). Ihre Verfallsform sei die Demokratie. Auch heute ist der Einfluss des Geldaristokratie sehr hoch, allerdings gibt es kaum noch offene Klassengesellschaften,bspw. mit Mehrklassenwahlrecht. Eine moderne, bis jetzt fiktive Abwandlung davon ist die Konzernokratie: Herrschaft ein (oder mehrerer) Unternehmen.    In dem Roman Der Wolkenatlas von David Mitchell wird eine Konzernokratie beschrieben in der ein bzw. mehrere Unternehmen die Regierungsfunktion übernommen haben. Die Bezeichnung „Bürger“ weicht der des „Konsumenten“.

Monarchie (μοναρχία monarchía ‚Alleinherrschaft‘)

Ggt. Polyarchie (πολυαρχία polyarchía ‚Vielherrschaft‘)

Parlamentarische Monarchie: Monarch nimmt hauptsächlich repräsentative Zwecke war, Exekutive und Legislative liegen in Hand der Regierung bzw. des Parlaments (viele Staaten des Commonwealths).

Konstitutionelle Monarchie: Monarch ist an eine Verfassung gebunden, daher nicht vollkommen autokrat. Beispiele: Marokko, Jordanien, Bhutan, Kuwait.

Absolutismus 

legibus absolus= von den Gesetzen losgelöst. Monarch ist in seiner Machtfülle von niemanden beschränkt. Kennzeichen des barocken Absolutismus sind die Einführung stehender Heere und der Aufbau eines vom Herrscher abhängigen Beamtenapparts sowie der Merkantilismus. Dabei werden oft die Stufen ‚‚konfessioneller Absolutismus‘‘ ‚‚höfischer Absolutismus‘‘ und ‚‚aufgeklärter Absolutismus‘‘ unterschieden. Das  „Zeitalter des Absolutismus‘‘ (jedoch waren nicht alle Herrscher damals absolutistisch) war zwischen Westfälischem Frieden und Französischer Revolution (1648-1789). Danach gab es in Europa zwar auch absolutistische Herrscher, deren Legitimität wurde jedoch mehr und mehr angezweifelt. Als Begründung der Legitimität dieser Herrschaft wurde das ‚‚Gottengnadentum‘‘ herangezogen.

  • Früher: Frankreich (immer wieder, z.B. Ludwig XIV), Preußen (später dann aufgeklärter Absolutismus), Russland (besonders ausgeprägt) usw.                                                                         Anm. Im HRRDN gab es NIE einen absoluten Kaiser.                                                                          
  • Bis heute: Heute können noch Papst Franziskus (Vatikanstadt), Sultan Hassanal Bolkiah (Brunei), König Salman ibn Abd al-Aziz (Saudi-Arabien), Sultan Qabus Bin Said (Oman), Scheich Tamim bin Hamad Al Thani (Katar) und König Mswati III. (Swasiland) als absolutistische Monarchen bezeichnet werden. Allerdings ist der Vatikanstaat wie der Iran eher als Theokratie zu sehen.

 

Diktatur

  • Unterteilung nach totalitär/autoritär
  • Unterteilung nach Militärdikatur/ Ein-Parteien-Diktatur/ theokratische Diktatur usw.

FASCHISMUS Du hast zwei Kühe. Die Regierung enteignet deine Kühe und verkauft dir die Milch. NAZISMUS Du hast zwei Kühe. Die Regierung enteignet die blonde Kuh und schlachtet die braune. DIKTATUR Du hast zwei Kühe. Ein Kommando der Milizen enteignet deine Kühe. Und um dich einzuschüchtern wirst Du standrechtlich erschossen.

Kleine Politik-Kunde II

Einer geht noch! Etwas verwunderliche Herrschafts- und Regierungsformen, wer hat etwas zu melden?

1. Aisymnetie (altgriechisch aisymneteía= Schlichter) Herrschaft durch einen gewählten oder erbetenen Schlichter, meist nach einem Bürgerkrieg. Übergabe der kompletten Macht auf Zeit wie der antiken Tyrannis. Wesentlich war, dass der Aisymnet weder nach der alten Verfassung noch durch einen Staatsstreich, wie gewöhnlich ein Tyrann, an die Macht gekommen war. Früher: Kam ab und zu im alten Griechenland vor. Heute: Gibt es nicht. Aber globulokrate Organisationen (wie die UNO) versuchen sich oft an Schlichtungen; manche Übergangsregierungen können aiysmnetische Elemente aufweisen.

2. Bürokratie (Herrschaft der Beamten): Gekennzeichnet durch Anordnung, Kontrolle, Sanktion. Beispiele: Italien, in kleinerem Umfang: Deutschland. Erklärung der BÜROKRATIE: Du hast zwei Kühe. Die Regierung verabschiedet und veröffentlicht Hygienevorschriften und legt dir nahe, eine der Kühe zu schlachten. Anschließend musst du schriftlich nachweisen, wie viel Milchertrag dir die andere Kuh gebracht hat. Die Milch wird dir abgekauft und in den Gully geschüttet. Danach wirst du aufgefordert, auf einem Formular mit drei Kopien zu erklären, was aus der fehlenden Kuh geworden ist.

3. Fremdherrschaft (auch Xenokratie; altgr. ξένος xenos „Fremder“/ „Gast“, und κρατεῖν kratein „herrschen“): Herrschaft von Fremden, meist in Form von Militärdiktaturen. Beispiele: Besetzung der Achsenmächte nach dem 2. Weltkrieg, des HRR in den Napoleonischen Kriegen, Kolonialherrschaft. Heute: Palästina Die UN-Generalversammlung erlaubt insbesondere letzteren ein Recht zum Widerstand (Offizielles Protokoll der 45. Tagung der UN-Generalversammlung, Beilage Nr. 49 (A/45/49), S. 308 f.)

4. Gerontokratie (γέρων géron – alter Mann, Greis sowie κράτος krátos – Herrschaft) ist die Herrschaft der Alten. In Ältestenraten bei Ureinwohnern, wird diese Herrschaftsform in Zukunft durch gestiegene Lebenserwartung möglicherweise in mehr Länder akzeptiert werden.

5.Globokratie: Weltweiter Einfluss von Gemeinschaften (meist mit demokratischen Legitimationsproblem) wie die UNO, EU, NGOs usw.

6.Infokratie (Herrschaft der Massenmedien, analog dazu: Telekratie) Vergleiche dazu u.a. Donald Trump, Silvio Berlusconi, Axel Springer und Rupert Murdoch

7. Kleptokratie (Herrschaft der Diebe/Korrupten) Herrschaft derer, die willkürliche Verfügungsgewalt über Besitz und Einkünfte der Beherrschten haben und entweder sich oder ihre Klientel auf Kosten der Beherrschten bereichern. Beispiel: SFSR/Russland Ende der 80er bis Mitte der 90er Jahre; unter Jelzin. Russisches Sprichwort: Was macht Russland? Stiehlt.

8. Kritarchie (Herrschaft der Richter) Ist die unzulässige Herrschaft von Richtern. Insbesondere im Kontext, dass sich Richter willkürlich Verfügungsgewalt über Freiheit, Leben, Besitz und Einkünfte der Beherrschten anmaßen und entweder sich oder ihre Klientel auf Kosten der Beherrschten bereichern.

9. Militärregierung (auch Stratokratie vom griech.στρατός stratos‚Heer‘ und κρατεῖν kratein ‚herrschen‘) bezeichnet eine  Herrschaftsform, in welcher die Staatsgewalt (v.a. Exekutive) vom Militär ausgeht. Es bestehen Unterschiede zur Militärdiktatur. Oftmals werden Militärregierungen auch als Übergangslösungen in besetzten Ländern installiert. Beispiele dafür sind neben Deutschland (1945–1949), Japan (1945–1952), Österreich (1945–1955) in neuerer Zeit der Irak (2003–2004). Dabei kann es verschiedene Abstufungen geben: Mäßigende, beschwichtigende Form Zivilisten dürfen politische Ämter auch weiterhin bekleiden, wobei Offiziere jedoch ein Vetorecht behalten. Unter Androhung militärischer Gewalt sind sie fähig, Politiker durch ihnen wohlgesinntere Personen zu ersetzen, ohne dabei selbst direkt in der Politik aktiv zu werden. Ihr Ziel ist die Vermeidung anders gerichteter politischer Ideologien. Wirtschaftlich bleibt zumeist alles beim Alten Beschützende Form Das Militär übernimmt die Regierungskontrolle, um die Stabilität wiederherzustellen. Während dieser Zeit kommt es oft zu wirtschaftlichen Reformen. Öffentliche Organisationen und Medien können wie gewohnt arbeiten. Beherrschende Form Es wird ein Militärregime errichtet, das auch einen weitreichenden Einfluss auf das öffentliche Leben ausübt. Es kommt zu grundlegenden gesellschaftlichen Veränderungen, wobei auch viele Grundrechte verletzt werden. Das Militär führt ein bürokratisches System ein. Unabhängige Medien werden verboten.

10.  Nomokratie (Herrschaft des Gesetzes) In einer Nomokratie kann der Herrscher die Regeln (Gesetze) nicht oder kaum verändern. Die Nomokratie ist die ultimate Begründung für den Rechts- und Verfassungsstaat. Beispiel dafür war der US-Präsident James Buchanan.

11. Pornokratie oder Mätressenherrschaft (von gr. porne ‚Hure‘ und kratos ‚Macht‘, ‚Herrschaft‘, ‚Kraft‘, ‚Stärke‘) ist eine Bezeichnung für eine Beeinflussung der Regierenden durch Mätressen. Kam als ausdauernde Herrschaftsform vor allem im Vatikan des 10. Jhd. vor, allerdings auch später immer wieder bei Monarchen von Bedeutung.

 

Kleine Politik-Kunde (I)

Wie kann man Herrschaft einteilen? Hier kommt der erste Teil:

 

Allgemeine Einteilung der Herrschaft:

 

Nach Anzahl der Herrscher:

  1. Monokratie (gr.: mono ‚allein, einzeln‘, krateîn ‚herrschen‘) ist der Oberbegriff für Organisationsformen der Alleinherrschaft innerhalb einer sozialen oder politischen Einheit, bei denen die tatsächliche oder formelle letzte Entscheidungsgewalt bei lediglich einem Menschen liegt. Kommt bei Tyrannis/Diktatur oder Monarchie vor. In gewisser Hinsicht sind die meisten Demokratien teilweise auch monokratisch, weil diese ein mit besonderen Rechten ausgestattetes persönliches und gewähltes Staatsoberhaupt besitzen.
  2. Dyarchie zwei gleichberechtigte Herrscher (z.B. im römischen Reich) heute: Andorra, San Marino
  3. Synarchie (vomgriechischen συναρχία): Herrschaft vieler Menschen gleichzeitig. Sicht vieler Verschwörungstheoretiker, die sich dabei auf die Freimaurer, Illuminaten, Bilderberg-Konferenz, Skull&Bones, Trilaterale Kommission etc. berufen.
  4. Polykratie (von gr. poly ‚viele‘ und kratéin ‚herrschen‘) bezeichnet das Nebeneinanderbestehen von konkurrierenden Herrschaftsinstitutionen mit gleichen oder ähnlichen Kompetenzen. Der Begriff wurde von der Geschichtswissenschaft geprägt und charakterisiert nicht klar abzugrenzende, ineinander greifende Machtstrukturen. Besonders ausgeprägte Polykratie ist im Herrschaftssystem des Nationalsozialismus zu finden, in dem Parteiinstanzen miteinander und mit staatlichen Einrichtungen rivalisierten.

 

Nach Geschlecht:

  1. Matriarchat (Mütter/die Älteste) Eine von Frauen dominierte Gemeinschaft mit matrilinearer Abstammungslinie. Dort existieren oft religiöse Vorstellungen von einer Ahnfrau oder großen Göttin. Sehr eng verwandt, aber nicht identisch ist die Gynäokratie. Insgesamt hat Matrilinearität bei rund 20 Prozent der mittlerweile 1300 erfassten Ethnien eine entscheidende Bedeutung für die soziale Organisation; zu diesen Gesellschaften gehören u.a.  Tuareg, Irokesen, Palauer, Hopi, Navajo. Nicht jede matriarchische Gesellschaft ist zwingend friedlicher/gewaltloser als andere. So waren die Nayar in Südindien eine Kriegerkaste, die Irokesen und Huronen bildeten Kriegsbünde usw.
  1. Patriarchat (Väter/den Ältesten, auch Androkratie) Eine von Männern dominierten Gemeinschaft mit patrilinearer Abstammungslinie. Bezieht sich nicht nur auf den politischen oder klerikalen Bereich, sondern gesamtgesellschaftlich. Beispiele sind die meisten Kirchen, z.B. im Christentum (katholisch, orthodox), im Judentum die ‚‚Erzväter‘‘, Monarchien mit patrilinearer Vererbung usw.

 

Nach Weltanschaung:

  1. Ecclesiarchie (Kleriker): Bsp. Vatikan, Sonderform Exarchie (Bischöfe), Formen der Theokratie
  2. Epistokratie (Philosphen, bei Platon Idealform)
  3. Technokratie (Experten-Kommissionen altgriechisch τέχνη téchne ‚Fertigkeit‘ und κράτος kratos ‚Herrschaft‘, auch Expertokratie) Abwertend für Entscheidungen nach Sachzwängen durch Fachleute und Politiker, meist fortschrittsgläubig. Manche Kritiker sehen in der Technokratie den Vorläufer zum Faschismus. Meistens sind sie typische Vertreter parteiloser Regierungen. Die Regierung besteht aus Vertretern von Wissenschaftlern, Ingenieuren und Wirtschaft ersetzen Politiker. Recht rezentes Beispiel ist die italienische Regierung unter Monti.
  4. Theokratie (gr. θεοκρατία, von θεός, theós – Gott und κρατεῖν, krateîn – herrschen) ist eine Herrschaftsform, bei der die Staatsgewalt religiös legitimiert und von einer (in der Sicht der Anhänger der Staatsreligion) göttlich erwählten Person, einer Priesterschaft oder sakralen Institution (Hierokratie) auf der Grundlage religiöser Prinzipien ausgeübt wird. Ein auf der Theokratie basierender Staat wird auch als Gottesstaat bezeichnet. Deswegen fallen zum Teil absolutistische Herrschaften und die Priesteraristokratie in diese Unterteilung. Beispiele: Das alte Israel, römische Reich, viele eruop. Staaten d. Mittelalters/ frühen Neuzeit, Kreuzfahrerstaaten, der Mahdi-Staat (Sudan), der Momonenstaat (Utah), das Gebiet der Taliban (Afghanistan). Die einzigen absolut theokratischen Staaten heutzutage sind nach allgemeiner Festlegung der Vatikanstaat und die Islamische Republik Iran, wobei auch Sudan, Nigeria, Somalia, Afghanistan, Pakistan, Saudi-Arabien und der IS (wenn er denn ein Staat ist),im Grundsatz theokratisch sind. Das Gegenteil zur Theokratie ist der Laizismus.

 

 

Nach Art der Beherrschung:

1. Akephalie (griechisch a- „ohne/un-“, képhale „Kopf, Haupt“) Bei traditionellen Gesellschaften verbreitet, Entscheidungen werden im gemeinsamen Diskurs getroffen. Wird auch als ‚regulierte Anarchie‘ oder ‚egalitäre Demokratie‘ bezeichnet. Bsp. früher und heute: Aboriginis und viele Ureinwohner weltweit. Stämme, bei denen das nicht so ist, werden üblicherweise von Häuptlingen mit beschränkter Macht geleitet (Häuptlingstum)                                                            

2. Anomie (von α- νόμος= kein Gesetz, Ordnung) Gekennzeichnet durch fehlende soziale Normen, häufig mit Anarchie verwechselt. Beispiel: failing states

3. Anarchie (ἀναρχία anarchía ‚Herrschaftslosigkeit‘) Abwesenheit von Herrschaft, aber mit geltenden Gesetzen. Reale Anarchie gibt es nicht, es handelt sich um eine ‚‚gesellschaftliche Utopie‘‘. Anarchie bedeutet nicht zwangsläufig, dass es keine Autoritäten gibt, jedoch dürfen diese keine Repressionen ausüben (bspw. Trainer, Mentoren, Berater usw.) Der Politiker Macchiavelli hielt Anarchie für eine Degeneration von Demokratie. Erst Pierre Joseph Proudhon sieht die Anarchie positiv unter dem Schlagwort: ‚Eigentum ist Diebstahl‘‘ Oft wird angeführt, Anarchie sei die ‚‚ursprünglichste Gesellschaftsform‘‘ gewesen. Wenn diese Gesellschaftform existiert, wird sie als Akephalie bezeichnet (siehe dort).

  • Früher: Nordspanien unter anarchistischer Verwaltung (Bürgerkrieg 1936-1939)

Bauer- und Partisanenbewegung in der Ukraine (russischer Bürgerkrieg 1917-1922)

  • Bis heute: Freistadt Christiana in Kopenhagen (seit 1971), Der Verbund Cecosesola (Central Coperativa de Servicios Sociales del Estado Lara)

in Venezuela ist anarchistisch organisiert. ANARCHIE: Du besitzt zwei Kühe. Du sprengst die Molkerei in die Luft und machst deinen Käse alleine. ANARCHIE Du hast zwei Kühe. Du sorgst dafür, daß sie sich in Selbstverwaltung gegenseitig melken.

  1. Feudalismus/ Grundherrschaft

FEUDALISMUS: Du hast zwei Kühe. Der adlige Grundbesitzer beansprucht die Hälfte deiner Milch und schläft mit deiner hübschesten Tochter.

  1. Autokratie (Selbstherrschaft) keine Beschränkung des oder der Herrschenden: Darunter fallen bspw. illegitime Diktaturen (Despotismus, Tyrannis, totalitäre/autoritäre Diktaur) oder absolute Monarchien. Im russischen Zarenreich hieß der Zar offiziell ‚‚Autokrat aller Reußen‘‘.
  2.  Soziokratie (Herrschaft der Bevölkerung) schließt die Gesamtbevölkerung (nicht nur Wahlberechtigte) mit ein. Abgeschwächte Formen davon sind:

6.1 Demokratie (Herrschaft des Volkes) bzw. die Politie (griechisch πολιτεία politeía). Sie ist bei Aristoteles die Bezeichnung für ein Gemeinwesen, das von den Vernünftigen bzw. Besonnenen seiner Mitglieder gelenkt und geleitet wird. In Aristoteles’ Politik gehört die Politie zu den guten Herrschaftsformen, sie ist die legitime Mehrheitsherrschaft – er bezeichnet die (attische) Demokratie als schlechte Herrschaftsform.                                                                                             6.2 Ochlokratie (Herrschaft des Pöbels): Herrschaft des Volkes nur zum Eigennutz, Entartung der Demokratie

  1. Minarchie: fordert einen Minimalstaat. Der Minarchismus ist eine politische Denkrichtung, den Staat in seinem Umfang, seinem Einfluss und seiner politischen Aufgabe auf ein in einer freien Gesellschaft „notwendiges Minimum“ zu beschränken. Der Staat soll nur stark genug sein, die Freiheit und das Eigentum jedes Individuums zu beschützen, sich gewissermaßen auf einen „Nachtwächterstaat“ beschränken. Der Minarchismus steht in der Tradition des klassischen Liberalismus. Manche Minarchisten in den USA zählen sich zum Libertarismus (etwa der Libertarian Party). KAPITALISMUS: Du besitzt zwei Kühe. Du verkaufst eine, kaufst für das Geld einen Stier und beginnst eine Zucht. LIBERALISMUS: Du besitzt zwei Kühe. Die Regierung nimmt dir beide weg und schenkt dir die Milch.
  1. Sozialstaat: Gegenteil des Vorhergehenden
  2. Sozialismus/ Kommunismus (Herrschaft des Proletariats) nach Karl Marx und Friedrich Engels (Marxismus) kann und sollte das in einer Partei organisierte Proletariat die Macht erobern, diese Herrschaft des Proletariats (Sozialismus) hat ihre Hauptaufgabe in der Aufhebung des wirtschaftlichen Privateigentums und kann zur klassenlosen Gesellschaft (Kommunismus) führen. Beispiel aus der Vergangenheit für den Realsozialismus: UdSSR. Beispiele heute: Kuba, Nordkorea. Ähnlich wie Anarchie ist Kommunismus auch eine gesellschaftliche Utopie. SOZIALISMUS Du besitzt zwei Kühe. Dein Nachbar besitzt keine. Die Regierung nimmt dir eine ab und gibt diese deinem Nachbarn. Du wirst gezwungen, eine Genossenschaft zu gründen, um deinem Nachbarn bei der Tierhaltung zu helfen. SOZIALISMUS II Du hast zwei Kühe, die von ehemaligen Hühnerfarmern betreut werden. Dafür musst du auf die Hühner aufpassen, die den Hühnerfarmern weggenommen wurden. Die Regierung gibt dir soviel Milch und Eier wie dir laut den Regeln zusteht. KOMMUNISMUS Du hast zwei Kühe. Die Regierung enteignet deine Kühe und versorgt dich mit Milch.

 

Nachthimmel

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Helle Funken, strahlende Punkte/ Jede Vernunft endet an ihrem Abgrund / Das ist dann Kunst oder Wahnsinn/ Lehre von Körpern, die noch warm sind/ Genau das ist die Astronomie/ Eingekeilt zwischen Realitätsflucht und Genie/ Bist du ein guter Astronom, stehst du dein Leben lang unter Strom, zwischen Lichtern vom Anfang der Zeit, das gerade erst bei uns angekommen zu sein scheint. Eigentlich wären wir alle gerne welche/ Und wollten hier auf Erden bekannt werden, als Entdecker neuer unbekannter Welten, oder einfach Träumen, von der Unbegrenztheit unbegrenzter Räume.

 

Anm.: Rechte des Bildes gehören nicht mir, sondern der NASA

http://apod.nasa.gov/apod/ap150803.html