Was denkst du?

Das verstehe ich nicht:

Menschen sagen nicht, was sie wirklich denken, doch beklagen sich, wenn andere ihre Gedanken nicht erkennen.

Keine Sorge,wenn ich kann, komme ich dir so weit wie möglich entgegen, aber dennoch, wie soll ich nur aus dieser schreienden Stille deine Gedanken lesen und verstehen?

Nur eins bleibt wohl für immer etwas Unendliches- die Kunst des zwischenmenschlichen Missverständnisses.

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2 Gedanken zu “Was denkst du?

  1. Manchmal erwarten wir von unseren Mitmenschen einfach zu viel. Wir sind der Meinung, dass unsere Engsten es merken müssen, wenn es uns nicht gut geht. Wir wollen die richtigen Fragen hören, Aufmerksamkeit und geborgen werden. Aber manchmal, manchmal sollten wir uns vielleicht zu Augen führen, dass andere das von uns selbst auch vielleicht erwarten. Und die Frage ist inwiefern wir diesen Erwartungen gerecht werden…

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    1. Ich denke, dass wir meistens schon ganz gut darin sind zu erkennen, wie es jemanden geht (zumindest wenn wir ihn oder sie gut kennen).
      Aber das mit den richtigen Fragen ist schwierig, gibt es überhaupt „richtige Fragen“? Oft habe ich den Eindruck, dass es manchen von uns schwerfällt, über Themen zu reden, die uns bedrücken. Andererseits wollen wir aber unterstützt werden. Die Angst dabei enttäuscht zu werden, wenn man von seinen Problemen erzählt, weil man auf Unverständnis stößt, mischt sich dann mit der Angst, mit seinem Problemen alleine zu bleiben, weil man nicht von ihnen erzählt. Und wenn das erste eintritt, wird das zweite ja auch wahrscheinlicher und man hat sich irgendwie verletzlich gezeigt. Daher ist diese Hemmschwelle vielleicht sinnvoll, um nicht jedem von allem zu erzählen, sondern nur denen, denen man wirklich vertrauen kann. Aber sie kann einen auch lähmen. Andererseits können wir Menschen nun mal nicht Gedanken lesen – daher muss dieser erste Schritt in so einem Fall von der betreffenden Person gegangen werden. Mehr als die Garantie, dass wir diese Person mit ihren Problemen ernst nehmen, kann man nicht geben. Wenn jemand gläubig ist, kann man natürlich auch dafür beten- allerdings nur indem man gleichzeitig auch klar macht, dass man seine eigenen Zweifel und Probleme nicht einfach delegieren kann, sondern nur darum bitten kann, für die Konfrontation mit ihnen gewappnet zu sein…

      Wie sehr wir den Erwartungen gerecht werden, können wir selbst natürlich am Schlechtesten einschätzen, gerade weil wir eben nicht wissen, was in den anderen vorgeht.

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