Versuch und Irrtum — MitmachBlog

Ein weiteres Mal sei hier auf meinen Lieblingscartoonisten Randall Munroe verwiesen, der Versuch und Irrtum als wesentlich für die Wissenschaft erachtet- die allerdings auch immer wieder Opfer fordert. Bildunterschrift: ”How could you choose avoiding a little pain over understanding a magic lightning machine?” https://xkcd.com/242/ und http://xkcd.com/1731/ Dem ist tatsächlich so. Eine absolut faszinierende Geschichte ist in dem […]

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Jetzt! Möglichkeit

Jeden Tag kann es möglich sein/ Jeder Tag bietet dir mehr als nur eine Möglichkeit/ Liest sich wie eine Herausforderung/ Sieh es als eine Art Aufforderung/ Statt der Schonung wegen ihn einfach verstreichen zu lassen und  wegzugeben/ Könntest du deine Wohnung mal neu streichen lassen, um abends wegzugehen.

Du bist weder arm noch krank, was zögerst du dann so lang?

Du könntest ohne Probleme Fliehenden helfen, denn Helden sind lieb, aber selten/ Genau, und das ist etwas Gutes/ Du könntest Blut spenden gehen, die Angst beenden, wenn jemand verblutet /Wie du richtig vermutest, gibt es da eine Fülle von  Sachen zu machen.

Fang morgen einfach mal an, Leuten zuzulächeln, mit ihnen zu  sprechen, mit ihnen zu  lachen/ Auf Leute zu achten, und ihnen zuhören, mehr als  die Norm, Leben in seiner besten Form/ Es muss ja nicht gleich der ganz  große Wurf sein/ Es darf ja auch mal ruhig  die erste Perle  auf der Schnur sein.

‚‚Du könntest ohne Probleme aufhören Tiere zu essen/ und somit ohne Probleme ein paar  Leben mehr retten‘‘  Zählt von seinen Reimen zu den Besten, um an Kool Savas hier  zu denken/ Lass dich nicht abbringen, von Hass und Neid da draußen/  Ergebnis von Frust und Einsamkeit, die so viele Menschen ihres  Verstandes berauben/ Wenn du das gelesen  hast, wenn du es verstanden hast/ die Hoffnung in dir vorhanden ist, wünsch ich dir jetzt was.

Und wenn du immer noch nicht weiter weißt, wenn dir alles sinnlos erscheint-   Mach dir nichts draus, ich weiß was du meinst/ Du bist nicht allein/ Schau dich um und du  wirst bemerken, dass andere auch so dachten und wieder andere immer so denken  werden/  Nein, es wird nicht “alles besser werden“, nicht jetzt, wahrscheinlich nie, solange es uns gibt/ Aber vielleicht kann es ja besser werden, ich hoffe, dass du das  siehst…

Johann Sebastian Bach

Wenn die Rede auf Musik kommt, hat jeder ja seine ganz eigenen Geschmäcker- und das ist auch gut so. Einerseits mag die Frage: “Und, was für Musik hörst du so?“ nicht gerade die innovativste sein, und, wenn sie auf ein Musikgenre eingegrenzt werden soll, für viele nicht einfach zu beantworten; andererseits denke ich, dass gerade der Musikgerschmack viel über das Wesen einer Person Aufschluss zu geben vermag.

Häufig kommt aber als Antwort darauf: “Alles mögliche.“, aber ist dem den wirklich so? Ich denke, dass das nur sehr selten der Fall ist. Selbst wenn man Musik mit Texten in vielen Sprachen und vielen verschiedenen Stilen hört, irgendwo ist man doch immer mehr zu hause als wo anders. Für mich persönlich habe ich herausgefunden, dass Bach für mich unverzichtbar ist- in erster Linie unser Kandidat Johann Sebastian, wobei der Rest der weitläufigen Familie ja auch fleißig in dieser Richtung beschäftigt war. Ich liebe die romantischen Komponisten, entspanne zu brasilianischen Liebesliedern, fühle mich bei 2pac wie ein waschechter Thug, bei Scott Joplin in der Zeit zurückversetzt und grüble über die Texte italienischer cantautori, deutscher Liedermacher und französischer Chansonniers; noch mehr über die Musik von Satie und co. Aber Bach hat sich bei mir durchgesetzt- gegen jüngere Konkurrenten, gegen Leute mit besseren Frisuren – und welche, die nicht aus dem heutigen Ostdeutschland stammen. Gibt es für euch auch so jemanden? Nicht nur in der Musik, sondern allgemein.

P.S. Ich frage mich ja noch immer, ob Bach überhaupt Deutscher war. Wie kann ein Deutscher denn überhaupt 20 (!) Kinder haben, wenn er doch zum “europäischen Platzhaltertyp“ (Bernd [sic!1!] Höcke) gehört? Muss wohl Afrikaner gewesen sein.

Aus dem Tagebuch eines Irren

Was bin ich für eine Person?

Hasse zwar die Konfrontation,

Doch was hilft das alles schon?

Wer kann mich schon klonen?

 

Würde mich gerne mal begegnen,

Als ein völlig fremden Menschen,

Mich selbst ganz in vivo erleben,

Mit der Sicht und dem Verständnis.

 

Wäre dann zuletzt mein Eingeständnis,

Dass es mir an allem unendlich fehlt?

Oder wäre ich dennoch etwa beseelt,

Weil du, nein ich, mich selbst verstehst?

 

Es verfolgen unsren Geist wirre Gedanken,

Sie kichern irre, in mir drinnen gefangen.

Vielleicht sind wir ja sogar schizophren,

Vielleicht hat es sonst keiner gesehen.

 

Vielleicht will ich nur weiter gehen,

Während alle anderen weiter gehen.

 

ὁ ὀστρακισμός; Scherbengericht

Ich habe ja gehört, dass die Kandidaten für die Präsidentschaftswahl der Vereinigten Staaten durch die Bank beliebt sind.

Was da wohl passieren täte, wenn man ein Scherbengericht anordnen würde?

Was für eine Vorstellung: Jeder wahlberechtigte Amerikaner, der mitmachen will, schickt keine, eine oder zwei Scherben ein. Wenn es dann ein Quorum- sagen wir mal 55% der Stimmen- gäbe, und wir einmal annehmen könnten, dass jeder, der derzeit “kein gutes Bild“ von Clinton respektive Trump hat, dementsprechend nichts gegen eine 10-jährige Verbannung einzuwenden hätte…

… Dann säßen bald Hillary in den Philippinen bei Rodrigo Duterte:   “Fahr zur Hölle, du verdammte Hurentochter“ und Trump in Mexiko.  Dort wird man sich dann wohl glücklich schätzen können, dass er großzügigerweise mit seinen Steuergeldern “die Mauer“ mitfinanziert. Vielleicht kommt er dann ja gar nicht mehr zurück.

Aber so- Dann halt nicht.