Phönixflug

Phönix flattert mit den Flügeln
Lodernde Augen, feuriger Glanz
Ausgezehrt, schlackert er drüben
Fängt Feuer, es verzehrt ihn ganz 

Nichts bleibt außer ein wenig Glut,
Fort ist der Körper, das warme Blut
Doch nicht, dass er nun in Frieden ruht,
Aus verbrannter Asche eine neue Brut. 

Für einen Phönix, schöner als zuvor,
Das ist sein Geheimnis, so lebt er fort:
Ἐκ τῆς κόνεώς μου ἀναγεννῶμαι.
(Ek tis koneos mu anagennomai)                                                                              
 

In Christo auferstanden, lebt er ewig,
lebt er frei!

Advertisements

In der S-Bahn 

Screenshot_3.png

Fenster, draußen Landschaft
Zieht im Rausch vorbei
Drinnen: Frau, die anschafft
Fast leeres Abteil

Süßer Duft,
Parfüm und Schweiß
Atem beschlägt die Fenster
Innen kalt und außen heiß

Leute schweigen
Man versteht’s nicht
Denn sie schweigen nur chinesisch

Blicke schweifen
Erwarten eher wenig
Und verlieren sich für ewig

Ewigkeit schon lang vergangen
Ein Reh springt vor den Zug
Das Reh hat es ganz gut überstanden

Doch tot liegt dort der Zug
Warum hat ihn niemand aufgefangen?
Auf dass er dort in Friede ruht.

Der Hahn kräht

Der Hahn kräht, die Tauben gurren und flattern mit den Flügeln
Die Sonne geht langsam auf hinter bewaldeten Hügeln.

Eine Kirchturmuhr läutet blechern
Ein Motorrad knattert angestrengt die Straße entlang.
Zwei Lichtstrahlen fallen durch Buchenblätter,
Von ferne grummelt ein dumpfer, warmer Klang.

Das Fenster steht halb offen,
Und halb geschlossen ist es auch.
Das Tal daneben liegt halb im Nebel,
Dicht wie Rauch eines Waldbrandes,
Wie es in Australien der Fall ist.

Es ist kühl, der Tau lässt den Boden glitzern und das nasse Gras.
Bald ist es heiß, und wenn es nicht gewittert,
Erinnert das Gras sich verbittert, wie es damals doch war,
Als es auf dieser Welt noch Wasser gab.

Die Menschen sind fast alle im wohlverdienten Urlaub,
Einen kurzen Moment nur kann man fast  denken
Wenn man denn an die Kraft der Natur glaubt,
Diese sei noch nicht völlig verloren mit uns Menschen.
Und doch ist sie ganz anders geworden…

Der Hahn kräht, die Tauben gurren und flattern mit den Flügeln
Die Sonne geht langsam auf hinter bewaldeten Hügeln.

Sonett XIV

Sonett XIV

Ist dir hier auch manchmal alles zu viel?

Wir wissen nicht, wo wir gerade stehen,

In dem grellen, völlig überdrehten Spiel.

Lass uns beide weg von diesem Ort hier gehen.

 

An dem sich alles nur noch wie wild im Kreis dreht,

Bis uns schwindlig wird, verzerrt wie auf Ecstasy,

Sich immer schneller, aber nicht nach vorne bewegt.

Die Steppenskizze aus Mittelasien, ich vermisse sie.

 

Die Ruhe in der Atacama-Wüste; heiße Harmonie,

Das Vielgetöne der Urwaldklänge, deine Sinfonie.

Doch auch das ist kein Ort ohne tickende Zeit.

 

Nur eine Reise berührt vielleicht die Unendlichkeit,

Streift sie mit Federflügeln entschieden bereits,

aber sanft und leicht, um ganz genau zu sein.

 

Wenn unsere Gedanken Luftschichten gleich  zerfließen,

befreit ineinander treiben.

Agony&tragedy

Feel this agony/ triumphant tragedies.

Severe night-mares/ scary mysteries-

There don´t rests no air to breath,

I believe now time has come to leave.

 

Autumn near, a slowly wafting leaf,

It is swiftly falling into the deep.

Of our dreams at least, as it seems.

Thoughts are quickly seeping in….

A lasting peep, weeping heavily,

Confessing a besetting sin, steadily.

 

For you there´s no way to make it right

The malediction already has been vocalized:

You never saw, smelled, tasted, felt

The other side; heard your mind upraise…

Losing every hope you confidently held

 

What are you talking about, I wonder?

Did you ever see this world going under?