Mineralisation

Gesicht bewegt sich nicht mehr
Brustkorb hebt sich nicht mehr
Gedanken drehen sich nicht mehr
Herz schlägt jetzt nicht mehr
Gefühl entsteht jetzt nicht mehr
Seele versteht dich nicht mehr
Hart wie Stein, aber zerbrechlicher

 

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Sonett XIV

Sonett XIV

Ist dir hier auch manchmal alles zu viel?

Wir wissen nicht, wo wir gerade stehen,

In dem grellen, völlig überdrehten Spiel.

Lass uns beide weg von diesem Ort hier gehen.

 

An dem sich alles nur noch wie wild im Kreis dreht,

Bis uns schwindlig wird, verzerrt wie auf Ecstasy,

Sich immer schneller, aber nicht nach vorne bewegt.

Die Steppenskizze aus Mittelasien, ich vermisse sie.

 

Die Ruhe in der Atacama-Wüste; heiße Harmonie,

Das Vielgetöne der Urwaldklänge, deine Sinfonie.

Doch auch das ist kein Ort ohne tickende Zeit.

 

Nur eine Reise berührt vielleicht die Unendlichkeit,

Streift sie mit Federflügeln entschieden bereits,

aber sanft und leicht, um ganz genau zu sein.

 

Wenn unsere Gedanken Luftschichten gleich  zerfließen,

befreit ineinander treiben.

treibe dahin…

Ich schau mich um und finde es traurig zu sehen,

Wie in einem Augenzwinkern Tage und  Jahre vergehen.

Hier sitze ich und weiß nicht, wohin die Reise geht,

Wo sie enden wird, denn um zu fragen, ist es viel zu spät.

 

Aus meiner Sicht kann es nur eine Lösung geben,

Weil jeder im Strom der Dinge treibt wie ein Stück Holz,

Vielleicht abttreibt, ins Abseits – vergesst den eitlen Stolz.

Wir müssen gemeinsam zusammen  darüber reden,

 

Wie man das tiefe, weite,  Meer nun doch noch erreicht.

 

Bücher werden verkauft: Wie man glücklich wird oder es zumindest bleibt.

Denn die Gesellschaft fordert auch viel, da ist für Glück oft eben keine Zeit.

Ein Buch, das verstaubt am Regalboden festklebt,  jämmerlicher Vergleich.

Auf dem Buchtitel lacht jemand- da scheint doch  irgendwie alles ganz leicht.

 

Doch würde das mal jemand aufklappen und richtig lesen,

Und daraufhin als Beweis sogar mal ausprobieren vielleicht,

Würde dann doch der klare Fall eintreten, dass er begreift,

Dass man sich damit letzten Endes doch nur selbst bescheißt.

Agony&tragedy

Feel this agony/ triumphant tragedies.

Severe night-mares/ scary mysteries-

There don´t rests no air to breath,

I believe now time has come to leave.

 

Autumn near, a slowly wafting leaf,

It is swiftly falling into the deep.

Of our dreams at least, as it seems.

Thoughts are quickly seeping in….

A lasting peep, weeping heavily,

Confessing a besetting sin, steadily.

 

For you there´s no way to make it right

The malediction already has been vocalized:

You never saw, smelled, tasted, felt

The other side; heard your mind upraise…

Losing every hope you confidently held

 

What are you talking about, I wonder?

Did you ever see this world going under?

3 kryptische Erlebnisse

I. Fieberwahn

Don´t push me cause I´m close to the edge

Fall nämlich wirklich gleich vom Bett…

 

II. Die Gefahr der Nähe

Ist diese Umarmung eine Warnung?

Mein persönlicher Judas, bist du das?

 

III. Pytheas

Hier im Dunkeln/  zur ersten Stunde

Engelszungen / die Meereslunge

Bösewichter/ Himmelslichter

 

 

Fantastische Welt

Die Welt ist hier wirklich fantastisch
Solange du kein verwirrter Fantast bist/ Ansonsten siehst du nur diese Schatten, die sich hier überall zu schaffen machen/ Gedanken überfrachten/ Hörst du das auch?
Es ist kein Windhauch, keine raschelndes Herbstlaub, es ist Erlkönigs Lachen/ Bleib mir weg mit den Fakten/ Hörst du das Kratzen, das Schnappen und das Zähnefletschen/ Hörst du ihn denn nicht seine scharfen Krallen wetzen? Hörst du nicht seine Stimme, durchdringend ganz und ganz/ Puh, nur ein Traum, die Stimme war Markus Lanz

Doch das Fazit der Geschichte ist nicht ganz so offensichtlich
Denn obwohl die Welt immer mehr rational wirkt, ist da etwas in mir, ist da etwas in dir, etwas in uns, Genuß und Grusel gegen jede Art von Vernunft, am Abgrund, Genie und Wahnsinn – Kunst

Sometimes I feel…

Sometimes I feel like a motherless child

Lost in this struggle of life

Trist, furchtsam und verzweifelt

Verloren in den Massen und furchtbar alleine

Begegne tausend netten Leuten,

Habe auch ziemlich gute Freunde

Doch der Wolf 🐺 schleicht, lauert auf Beute

Credere che ci sia qualche speranza

Non c’é la faccio, sono troppo stanco

Mi rinchiudo nella mia stanza

E incomincio a scrivere stanze

L‘ unica terapia che funziona per me, benché lento

Non sono interessato nella moda del momento

Wie ein Seemann auf hoher See

Wart ich darauf, dass der Wind sich endlich dreht

Und wenn das Meer auch noch so tief ist

Aren’t we all the children of Jesus?

Schalom, next year in Jerusalem!

Dann beginnt das wahre Leben.

In der Zwischenzeit kommen sie wieder,

Die Höhenflüge und Depressionen

Manchmal himmelhoch jauchzend,

Manchmal völlig am Boden.

„Sometimes I’m up, sometimes I’m down/Oh, yes Lord!

Sometimes I’m almost to the ground/ Oh yes, Lord!“

Nobody knows the trouble I´ve seen,

Brennt wie im Irakkrieg Öl und Benzin,

Wir haben diese Erde doch nur geliehen

Was haben wir nur die ganze Zeit getrieben?